Bonjour Liberté
Bonjour Liberté

CD-Cover Foto: Isabel Jasnau Design: Friederike Endel

Marijke Foto: Isabel Jasnau
Marijke Foto: Isabel Jasnau

Marijke und Vassily Zarajsky  quer
Marijke und Vassily Zarajsky quer

Bonjour Liberté
Bonjour Liberté

CD-Cover Foto: Isabel Jasnau Design: Friederike Endel

1/10

Frech, sinnlich und hochaktuell, das ist  „Bonjour Liberté“.  

Marijke neues Album mit  eigenen Kompositionen zu Tucholsky - Texten   und  Arrangements  von Weill-Stücken  balanciert gekonnt zwischen Chanson, Jazz und Kabarett, Der Ton ist lyrisch, ironisch, politisch und komisch.  

Obwohl  Kurt Tucholsky, bekennender Rotweintrinker und Frauenversteher,  eifrig  vertont  wurde  und der geniale Komponist  Kurt Weill mit großen Autoren – wie Brecht –arbeitete, sind sich die beiden nie begegnet. Das holt die niederländisch-deutsche Sängerin mit ihrem Album nun nach. Denn ein Fixpunkt der beiden Kurts ist Paris, Zufluchtsort vor den Zumutungen ihrer  Epoche. Marijke begibt sich auf Spurensuche  nach ihren Berührungspunkten in der Seine-Metropole. Sie findet mit ihren Übersetzungen in die französische Sprache ganz neue, überraschende  Zugänge zu den beiden Vertretern der Weimarer Zeit.   "Bonjour Liberté" fängt den Ton dieser  Epoche ein und schneidet ihn  aktuell auf Heute zu: mit Witz und Poesie und mit einer Stimme, die unter die Haut geht!  

Die Sängerin und Schauspielerin reflektiert  dabei kongenial die verschiedensten Stile und Klangfarben der Arrangements (Christoph Schöpsdau, Peter Gotthard ): Mal nimmt das Akkordeon (Almut Schwab) zarte Musette-Klänge auf, das Piano (Vassily Zarajsky) verführt zum  Tango und mäandert zum Swing, getragen vom wandlungsfähigen Kontrabass (Ralf Cetto), die Gitarre (Jens Mackenthun) setzt  zarte Tupfer zu  temperamentvollen  Flamenco und Bolero-Passagen und  Steph Winzen an den Blasinstrumenten gibt den Stücken mit sattem Baritonsax, melancholischer Bassklarinette  oder heiter-optimistischem Sopransax farbenreichen Carachter. „Bonjour Liberté“  ist ein berührendes Album. Es lädt zum Swingen ein, zum Träumen und weckt mit mal heiterem mal melancholischem Ton  Sehnsucht nach Freiheit und Lebenslust.