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Alles begann mit der Plattensammlung ihres Vaters. Aufmerksam lauschte sie den Klängen von John Coltrane, Herbie Hancock, Miles Davis, Champion Jack Dupree and Janis Joplin.   Aber auch J. S. Bach, Franz Schubert  und die klassischen Stimmen einer Maria Callas oder Kathleen Ferrier berührten sie alles junges Mädchen tief und erweckten eine unstillbare Sehnsucht: singen, Musik machen. Als Autodidaktin kam sie von Gitarre und Gesang zum Tenorsaxofon – und zurück zum Gesang. Zu schüchtern um tatsächlich auf die Bühne zu gehen studiert sie zunächst Bildende Kunst, macht sodann eine Schauspiel- und Gesangsausbildung und findet sich sich schon bald in Schauspielrollen mit Gesangsparts wieder. Ihrer Liebe zum Jazz folgend arbeitet sie mit Diethra Bishop (Hilversum, NL) und mit Fay Victor in New York .Mit Countertenor Oliver May arbeitet sie am klassischen Stimmfach.  2011  erscheint sie als Sängerin und Texterin auf der CD “Lunch Love Live”(Sound&More), eine Produktion des Gitarristen André Cézanne. Sie erarbeitete das Konzept sowie die meisten Texte und überzeugt  mit ihrer großen stilistischen Bandbreite: vom kernigen  Blues zu zartem Bossa, vom französischen Chanson zu klassischen Interpretationen von Fernando Pessoa-Gedichten.

Mit ihrer eigenen Band NOLA widmet sie das erste Projekt Billie Holiday.

Was die Sängerinnen verbindet ist  dass  auch Jährling– mit einem untrüglichen Sinn für Authentizität –  vor allem Bluesgeschichten erzählt, wie Holiday rhythmisch variable und mit einer sehr eigenen Phrasierung und Intonation.

Was sie unterscheidet ist der große Stimmumfang von Marijke Jährling und ihr sehr bewusster Umgang mit  Klangfarben und Athmosphären.  Jährling verkörperte Billie Holiday in dem von ihr geschriebenen Theaterstück "Billies Blues" am Westside Theatre, Darmstadt,  das von Presse und Publikum hochgelobt wurde und vopn 2012 bis 2016 erfolgreich im Theaterprogramm life.  Die CD “Portrait of a Lady” erschien im April 2013 als Homage an  Billie Holiday, seitdem tourt sie immer wieder mit dem Programm, das sich großer Beliebtheit erfreut.

2017 erscheint ihre CD “Spheres of Monk” bei Dot Time Records, New York, ein hochgelobtes Tribute an den Bebop-Pionier Thelonious Monk. Was haben Monk und Holoiday miteinander zu tun? Schaut man sich die Grundstruktur der Monk-Kompositionen an findet sich ift eine Bluesform wieder. Mit 17 lag der Pianist – so die Legende – auf seinem Bett und schmachtet ein Foto von Billie Holiday an, die – mit neunzehn Jahren – schon ein Star war. 

 Bewusst hat Marijke Jährling sich bereits mit Anfang 20 mit Monk auseinandergesetzt den sie von Aufnahmen mit Coltrane kannte.  

Sie ärgerte fortan ihre Nachbarn mit Saxofon-Improvisationen zu “Epistrophy” und anderen Monk-Stücken. Seitdem blieben sie tief eingeprägt und ein Bop-Feeling durchdringt auch später ihren Gesang.

Ein New-York-Aufenthalt lässt  über die Geräuschkulisse in Brooklyns Straßen Stücke wie “Epistrophy” oder “Crepuscule with Nellie” in ihr erklingen und sodann entstehen Texte zu den Stücken und die Idee zu der Produktion. Waren es in ihren zwanziger Jahren die Energie und die Wildheit einiger Aufnahmen die sie infizierten so rückten und andere Aspekte in den Vordergrund: Die Poesie und der Humor eines Thelonious Monk. Dem tragen ihre Texte und ihre Arrangements bestens Rechnung.

Aus dem von ihr für das "West Side Theatre" Darmstadt geschriebene Stück "Mensch, Kurt!" - einer Revue über Kurt Tucholsky - geht ihr neuestes Projekt mit Vertonungen von Tucholsky-Texten und Neuarrengements von Kurt Weill-Stücken hervor. Die zugehörige CD soll im Oktober 2020 erscheinen (Laika Records, Bremen), die Arrangements übernimmt Peter Gotthardt (Berlin).

Marijke Jährling arbeitet auch als Stimm-, Sprech- und Gesangslehrerin. Seit 2005 hat sie in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Schauspieler Peter H. Jährling das Ensemble "Compagnie Schattenvögel" aufgebaut und 2012 das "West Side Theatre" in Darmstadt eröffnet. Sie hat in zahlreichen Theaterstücken als Schauspielerin und Sängerin gearbeitet, aber auch experimentelle Projekte initiiert, wie "Stummvogelschreie", eine improvisatorisches Projekt mit dem Saxofonisten Eric Plandé.  2019 überzeugte sie als schräge Diva Florence Foster Jenkins im gleichnamigen Stück von Stephen Temperley und stellt ein mal mehr ihr außerordentliches Stimmvermögen, ihre große Bandbreite und ihr komisches Talent unter Beweis.

 

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